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Odoo E-Commerce: Die drei grössten Fehler

Diese drei Fehler machen fast alle, die mit Odoo E-Commerce starten. Welche das sind und wie du sie vermeidest erfährst du hier.
7. Februar 2026 durch
Odoo E-Commerce: Die drei grössten Fehler
Nathanael Lee
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Fehler 1: Am Anfang die falschen Dinge priorisieren

Erfolgreiche Odoo E-commerce Shops haben folgendes gemeinsam: 

(1) Sie sind schnell. Kunden verzeihen keine Wartezeiten. Nirgends. 

(2) Sie sind einfach. Nicht überladen mit komplizierten Features. 

(3) Sie sind klar strukturiert. Der Kunde findet, was er möchte, schnell und unkompliziert.

(4) Der Checkout ist einfach. Keine unnötigen Schritte. Alle üblichen Zahlungsmethoden. Keine Angaben, die nicht unbedingt notwendig sind. 

Die meisten Kunden hingegen starten vom anderen Ende. Sie sind auf Features fokussiert. Zum Beispiel ein interaktiver Bundle-Builder, B2B Preis-Tags für verschiedene Preislisten oder spezifische Filterkriterien. 

In Odoo können alle diese Features konfiguriert oder programmiert werden. Aber am Anfang ist das der falsche Fokus, denn sie helfen nicht, dass dein Shop bei Google gut performt und eine hohe Conversion Rate hat. 

So vermeidest du den Fehler 1: 

(1) Stelle am Anfang eine performante Basis sicher. Reduziere deinen Shop auf das absolute Minimum. Mache auf allen relevanten Seiten Performance-Tests mit Google Lighthouse. Auf Mobile sollte der Performance Score bei mindestens 80 liegen. Accessibility, Best Practices und SEO bei >95. Der Shop sollte auf Desktop und Mobile komplett flüssig laufen, ohne sichtbare Verzögerungen. 

(2) Danach kannst du anfangen, dir über die Struktur Gedanken zu machen. Welche Eintrittspunkte haben deine Kunden? Welche Wege können sie gehen bis zum Kauf? Wo sind deine Seiten, mit denen du organisch bei Google ranken kannst? Welche Seiten wirst du bewerben? Lass dir dabei viel Zeit und spiele verschiedene Szenarien durch. Mache die User Journey so einfach wie möglich. Kunden sind ungeduldig und brauchen eine sehr einfache, intuitive Navigation, auf Mobile und Desktop. 

(3) Designe deinen Checkout. Überlege dir, ob du einen Guest-Checkout anbieten willst oder nicht. Mache die Formulare und Schritte so einfach wie möglich. Lass unnötige obligatorische Felder weg. Wähle und teste deine Zahlungsanbieter und Versandmethoden. 

(4) Wenn die Basis stimmt, merke dir die Lighthouse Benchmarks. Nun kannst du anfangen, die Features hinzuzufügen, die fehlen. Nach jeder Anpassung solltest du die Performance wieder testen und sicherstellen, dass dein Odoo E-commerce Shop nicht langsamer wird. 

Fehler 2: Ein Custom Odoo E-Commerce Theme benutzen

Viele neue Odoo E-commerce Nutzer schauen sich nach Custom Themes im Odoo App Store um. Es gibt sehr viele schöne Odoo Themes, viele davon werden in Asien entwickelt. Sie sehen auf den ersten Blick gut aus. Du solltest aber keines davon verwenden. Aus folgenden Gründen:

(1) Das Odoo Standard Theme ist schneller als ein Custom Theme und bildet eine bessere Basis für cleane Anpassungen.

(2) Mit dem Odoo Standard Theme und sauberen, übersichtlichen Anpassungen sind zukünftige Versions-Upgrades schneller und einfacher.

(3) Du kannst das Standard Theme besser und schneller anpassen, als du denkst. Kleinere Anpassungen kannst du mit Custom Code Blocks auf den jeweiligen Seiten durchführen. Da kannst du mit HTML, CSS und JavaScript arbeiten. Damit bleibst du upgrade-kompatibel.

(4) Auch grössere Anpassungen sind im Standard Theme möglich. Wenn du das Standard Theme in einem grösseren Rahmen anpassen willst, kannst du dafür eigene QWeb oder OWL Templates schreiben (lassen) und es so genau an deine Bedürfnisse anpassen. So hast du immer noch die saubere, stabile und schnelle Basis vom Odoo Standard Theme, und den Überblick und die Performance-Sicherheit von allen spezifischen Anpassungen. 

(5) Ein Custom Theme ist bei jedem Upgrade ein Risiko. Auch wenn es der Entwickler rechtzeitig auf die neue Version aktualisiert, wird es bei jedem Upgrade Zeit brauchen, und du weisst nie genau, was dich erwartet. 

(6) Mit einem Custom Odoo E-Commerce Theme hast du höhere Kosten. Bedenke nicht nur die initialen Kaufkosten, sondern auch die Kosten für den Support, die die meisten Theme-Hersteller verlangen.

Fehler 3: Odoo E-Commerce nicht auf Mobile optimieren

Bei vielen Shops kommen über 50% der Nutzer über Mobile, in einigen Branchen sogar deutlich über 60%. Es ist sehr wichtig, dass du deinen Shop auf Mobile first optimierst. Im Odoo Website Editor kannst du ganz einfach zwischen der Mobile- und Desktop-Ansicht wechseln. Teste jede Änderung auch auf Mobile. 

Achte besonders auf diese Punkte, wenn du deinen Shop auf Mobile optimierst:

(1) Performance-Tests. Tools wie Google Lighthouse haben eine Desktop- und Mobile-Version. Auf Mobile ist die Bandbreite gedrosselt, um schlechten Mobilfunkempfang zu simulieren. Das legt kritische Performance-Probleme schneller offen. Also teste primär auf Mobile. 

(2) Neben den digitalen Tests ist es auch wichtig, dass du dein Odoo E-commerce Theme auf verschiedenen echten mobilen Geräten sauber durchtestest: auf iPhones, Android Phones, Tablets etc. 

(3) Achte auf eine klare und einfache Navigation, auch auf Mobile. Komplexe Kategorien- und Filterstrukturen sind auf Mobile oft sehr unübersichtlich und nicht nutzerfreundlich. Reduziere es besser und halte die Navigation einfach. 

(4) Achte auf den Above-the-fold Content. Der User sollte in der Mobile-Ansicht weiter nach unten scrollen wollen, weil der Content above the fold (im Sichtbereich) sein Interesse weckt. Wenn du oben nur grosse White Spaces, einen kleinen Text oder ein abgeschnittenes Bild hast, springt der User vielleicht direkt wieder von der Seite. 

(5) Achte darauf, ob alle Bilder und Blöcke auch bei verschiedenen Bildschirmgrössen gut aussehen und sich sauber anpassen. Es sollte keine Überschneidungen geben.


Wenn du diese drei Punkte beachtest, bist du mit deinem Odoo E-commerce Projekt schon gut am Start. 

Wenn du Fragen hast, kontaktiere mich gerne oder schreibe einen Kommentar. 

Nate

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