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Odoo Zeiterfassung mit RFID-Terminal

Die Odoo Anwesenheiten-App speichert Check-in und Check-out bereits direkt im ERP. Die ERP-Partner EP-Stempeluhr ergänzt den Standard um ein festes RFID- oder Fingerabdruck-Terminal. So arbeiten Gerät und Odoo zusammen.
26. Juli 2026 durch
Odoo Zeiterfassung mit RFID-Terminal
Nathanael Lee
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Die Odoo-Anwesenheiten-App ist eine umfassende Zeiterfassungslösung. Über eine öffentlich erreichbare Kiosk-URL kann die Zeiterfassung auf beliebigen Geräten aufgerufen werden. Mitarbeiter können sich mit PIN-Code, Barcode oder RFID-Badge identifizieren.

Was in Produktion, Lager oder Werkstatt oft fehlt, ist nur ein zuverlässiger Ort zum Stempeln. Ein Büro-Mitarbeiter kann sich direkt an seinem Arbeitsplatz in Odoo ein- und auschecken. Für Mitarbeiter ohne eigenen Computer ist das im Alltag aber keine gute Lösung.

Genau dafür habe ich die EP-Stempeluhr entwickelt. Das Terminal zeigt den Odoo-Anwesenheiten-Kiosk dauerhaft an, identifiziert den Mitarbeiter per RFID oder optional per Fingerabdruck und übergibt den Mitarbeiter-Code direkt an Odoo.

Die Anwesenheit wird nicht zuerst auf dem Gerät gespeichert und später synchronisiert. Die Buchung entsteht sofort in Odoo. Das Terminal ist nur die praktische Verbindung zwischen dem Mitarbeiter und der Odoo-Zeiterfassung.

Odoo Anwesenheiten ist die Basis der Odoo-Zeiterfassung

Die wichtigste Trennung ist einfach:

  • Odoo verwaltet die Mitarbeiter und speichert die Anwesenheiten.

  • Die EP-Stempeluhr identifiziert den Mitarbeiter und bedient den Odoo-Kiosk.

Die EP-Stempeluhr erfordert keine Anpassung an Odoo. Sie ist mit allen Odoo-Versionen und Hosting-Methoden inklusive Odoo Online kompatibel.

In Odoo wird beim Mitarbeiter ein eindeutiger RFID- bzw. Ausweis-Code hinterlegt. Wenn dieser Code im Anwesenheiten-Kiosk eingegeben wird, sucht Odoo den passenden Mitarbeiter.

Ist der Mitarbeiter aktuell nicht eingecheckt, erstellt Odoo den Check-in. Gibt es bereits eine offene Anwesenheit, wird der Check-out ergänzt. Die Arbeitszeit liegt dadurch direkt dort, wo sie später auch kontrolliert und weiterverarbeitet wird.

Im Backend sieht die Personalabteilung alle Anwesenheiten mit Check-in, Check-out und Dauer. Fehlende oder falsche Buchungen können dort korrigiert werden. Die Daten können danach als Grundlage für Auswertungen, Überstundenkontrolle oder die Lohnabrechnung verwendet werden.

Was die EP-Stempeluhr beim Stempeln genau macht

Nach dem Start öffnet das Terminal automatisch die konfigurierte Odoo-Kiosk-URL im Vollbild. Der Mitarbeiter sieht dadurch nur die Odoo-Anwesenheiten-Seite und keine normale Desktop-Oberfläche.

Eine RFID-Buchung läuft danach so ab:

  1. Der Mitarbeiter hält seinen Badge oder Schlüsselanhänger an den RFID-Reader.

  2. Der Reader liest die UID des RFID-Chips.

  3. Ein lokaler Filter entfernt Leerzeichen und Zeichen, die Odoo nicht benötigt.

  4. Das Terminal gibt den bereinigten Code wie eine Tastatur an den geöffneten Odoo-Kiosk weiter.

  5. Odoo ordnet den Code dem Mitarbeiter zu und bucht den Check-in oder Check-out.

Für Odoo sieht das aus wie eine normale Tastatureingabe mit anschliessender Enter-Taste. Genau das macht die Lösung so einfach. Es braucht keine spezielle RFID-Schnittstelle und kein zusätzliches Odoo-Modul.

Falls im Unternehmen bereits RFID-Badges für Türen oder Zutrittssysteme verwendet werden, können diese in vielen Fällen ebenfalls für die Odoo-Zeiterfassung verwendet werden. Die EP-Stempeluhr enthält einen hochwertigen ACS RFID-/NFC-Reader, der die meisten gängigen RFID-Karten und Tags mit 13,56 MHz unterstützt, beispielsweise MIFARE.

Beim Fingerabdruck bleibt der Odoo-Ablauf gleich

Die optionale Fingerabdruck-Variante verändert Odoo ebenfalls nicht. Der Unterschied liegt nur in der lokalen Identifikation auf dem Terminal.

Beim Einlernen wird dem Fingerabdruck ein Mitarbeiter-Code zugeordnet. Das Fingerbild wird kurz auf der lokalen Konfigurationsseite angezeigt, damit die Qualität geprüft werden kann. Danach wird das Rohbild gelöscht und lokal ein Fingerprint-Template gespeichert.

Beim späteren Stempeln vergleicht das Terminal den Scan lokal mit den gespeicherten Templates. Wird ein Mitarbeiter eindeutig erkannt, gibt das Terminal wieder nur seinen Mitarbeiter-Code an Odoo weiter.

Odoo erhält also keinen Fingerabdruck und muss nichts über biometrische Daten wissen. Für die Odoo-Anwesenheiten-App ist es am Ende derselbe Ablauf wie bei RFID.

Einen detaillierten Vergleich der beiden Varianten findest du in meinem Beitrag Odoo Stempeluhr: RFID oder Fingerabdruck Scan?.

Keine Odoo-Anpassung und keine zusätzliche Schnittstelle

Die EP-Stempeluhr verwendet bewusst den normalen Odoo-Anwesenheiten-Kiosk. Sie arbeitet nicht über eine eigene Attendance-API und installiert keine Logik in der Odoo-Datenbank.

Dadurch bleibt die Odoo-Installation sauber. Das Terminal funktioniert mit Odoo Online, Odoo.sh und On-Premise, weil es nur die Kiosk-URL im Browser öffnen und den Mitarbeiter-Code eingeben muss.

Auch bei einem Odoo-Upgrade bleibt die Verantwortung klar getrennt. Odoo kümmert sich um Anwesenheiten und HR-Prozesse. Das Terminal kümmert sich um Bildschirm, RFID-Reader, Fingerabdruck-Scanner und die lokale Bedienung.

Das ist für mich der wichtigste Punkt an der Lösung. Die Hardware ergänzt Odoo, sie baut aber kein zweites Zeiterfassungssystem neben Odoo auf.

Die lokale Konfiguration direkt am Terminal

Eine normale Raspberry-Pi-Kiosk-Lösung funktioniert oft gut, bis sich das WLAN ändert, die URL angepasst werden muss oder jemand den Browser-Zoom verstellt. Danach braucht es plötzlich Tastatur, Maus und Linux-Kenntnisse.

Deshalb hat die EP-Stempeluhr einen lokalen Webservice für die Gerätekonfiguration. Die Admin-Seite kann mit dem mitgelieferten Admin-RFID-Badge geöffnet werden.

Dort können unter anderem folgende Einstellungen vorgenommen werden:

  • WLAN auswählen und verbinden

  • Odoo-Autostart-URL hinterlegen

  • Browser-Skalierung an die Displaygrösse anpassen

  • Aktive Wochentage und Bildschirmzeiten konfigurieren

  • Fingerabdrücke einlernen und verwalten

  • Fernwartung für 30 Minuten freigeben

Nach einem Neustart startet das Gerät wieder automatisch und öffnet die Odoo-Zeiterfassung. Falls die konfigurierte URL nicht erreichbar ist, zeigt das Terminal eine einfache Offline-Seite und versucht die Verbindung erneut.

Konfigurierbarer Standby-Modus

Eine Stempeluhr muss nicht rund um die Uhr mit eingeschaltetem Display an der Wand hängen. Auf dem Terminal können deshalb aktive Zeiten pro Wochentag konfiguriert werden.

Ein Beispiel:

  • Montag bis Freitag

  • Display aktiv von 07:00 bis 17:00 Uhr

  • Ausserhalb dieser Zeiten ist das Display im Standby

Falls trotzdem ausserhalb der Zeit gestempelt werden muss, kann das Display direkt am Gerät wieder aufgeweckt werden. Die Odoo-Seite und die lokale Terminal-Software bleiben dabei erhalten.

Das ist ein kleines Feature, macht bei einem fest installierten Gerät aber einen grossen Unterschied, ganz im Sinne von «Starten und vergessen».

Welche Daten werden wo gespeichert?

Bei einer Odoo-Zeiterfassung mit Hardware ist wichtig, dass klar ist, welches System für welche Daten verantwortlich ist.

  • Mitarbeiter und Anwesenheiten: werden in Odoo gespeichert.

  • RFID-Code: wird beim Mitarbeiter in Odoo hinterlegt.

  • Terminal-Einstellungen: werden lokal auf der EP-Stempeluhr gespeichert.

  • Fingerabdruck-Templates: werden bei der Fingerabdruck-Variante lokal auf dem Terminal gespeichert.

  • Fingerabdruck-Rohbilder: werden nach dem Einlernen wieder gelöscht.

Das Terminal speichert keine eigene Liste mit Check-in- und Check-out-Zeiten. Wenn Odoo nicht erreichbar ist, wird auch keine Anwesenheit lokal vorgemerkt. Das ist bewusst so, damit es nur eine verlässliche Datenquelle gibt.

Warum ein festes Terminal statt Tablet oder Büro-PC?

Grundsätzlich kannst du den Odoo-Anwesenheiten-Kiosk auf fast jedem Computer oder Tablet öffnen. Für einen festen Einsatz in Produktion und Lager entstehen dabei aber oft dieselben Probleme:

  • Der Browser wird versehentlich geschlossen.

  • Nach einem Neustart ist die Odoo-Seite nicht mehr offen.

  • Der Benutzer landet auf dem Desktop oder in einem anderen Browser-Tab.

  • WLAN und Geräteeinstellungen sind für Mitarbeiter zu kompliziert.

  • Der RFID-Reader muss separat befestigt und verkabelt werden.

Die EP-Stempeluhr ist dagegen als einzelnes Gerät für genau diese Aufgabe gebaut. Einschalten, Odoo laden, stempeln. Plug-and-play. Der Mitarbeiter muss nicht wissen, dass im Hintergrund ein Raspberry Pi und Chromium laufen.

Die Hardware der EP-Stempeluhr

Das Terminal besteht aus einem kompakten 7-Zoll-Touchscreen, einem Raspberry Pi und einem integrierten RFID-Reader. Optional kann ein Fingerabdruck-Scanner ergänzt werden.

Verbaut werden hochwertige Markenkomponenten. Das Gehäuse kann an der Wand, auf einem Tischständer oder über eine VESA-Halterung montiert werden. Entwickelt und montiert wird die EP-Stempeluhr in der Schweiz. Auf das fertige Gerät gibt es zwei Jahre Gewährleistung.

Geliefert wird das Terminal fertig eingerichtet. Vor Ort müssen nur das WLAN und die Odoo-Kiosk-URL konfiguriert sowie die RFID-Codes den Mitarbeitern zugeordnet werden.

Falls du eine fertige EP-Stempeluhr für deine Odoo-Zeiterfassung brauchst, kontaktiere mich gerne.

Nate


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